Jazz-Mission
Schwäbisch Gmünd e.V.
Jazz im Prediger:
Karin Hammar Quartet(Opener)
Rita Marcotullis European Leaders(Topact)

Samstag,  15. Dezember, 20:00 Uhr
im Kulturzentrum Prediger, Johannisplatz
(i
n Zusammenarbeit und mit Unterstützung des
Kulturbüros der Stadt Schwäbisch Gmünd)

 

* * * freier Eintritt für neue Mitglieder * * *


Eintritt:  
Vorverkauf: 18 €, inklusive Vorverkaufsgebühr
Abendkasse: 22 €
ermäßigt: 16 €, nur an der Abendkasse
Mitglieder: 12 €

 

mit: Karin Hammar: tb
  Jonas Östholm p
  Chris Jennings b
 

Andres Kjellberg dr


Lange als Geheimtipp geltend hat sich die Stockholmer Posaunistin längst in die europäische Jazzszene gespielt. Neben Tourneen und CD-Veröffentlichungen mit Stars wie Kenny Werner, Tim Hagans, Steve Swallow, Gary Burton und Maria Schneider war es vor allem ihr schwedischer Landsmann und Instrumenten-Kollege Nils Landgren, der die Schwedin immer wieder ins Rampenlicht rückte. Auch in punkto Bigband Erfahrung braucht sich Karin Hammar nicht zu verstecken: sie arbeitete für die WDR Bigband, die EBU Bigband oder das Jazz Baltica Orchester.

Nach vier Veröffentlichungen wagt sie sich nun mit eigenen Kompositionen und einem 2007 zusammengestellten Quartett an die Öffentlichkeit. „Everyday Magic“, so der Titel des auf Skip Records erschienenen Albums, macht deutlich, weshalb Karin Hammar von der Swedish Society of Popular Music Composers mit einem Stipendium ausgezeichnet wurde: die Stücke nehmen von der ersten Sekunde an gefangen, sind mal geschmeidig, mal besinnlich verträumt oder muten fast filmisch an. Basierend darauf präsentiert die Posaunistin gemeinsam mit Jonas Östholm am Piano, Tony Overwater am Kontrabass und Anders Kjellberg am Schlagzeug skandinavischen Jazz der Spitzenklasse


mit:

Rita Marcotulli: Piano

  Andy Sheppard: Saxofon
  Nguyen Lê: Gitarre
 

Marilyn Mazur: Schlagzeug, Percussion

  Anders Jormin: Bass

Die italienische Ausnahmepianistin Rita  Marcotulli und ihr neues Projekt „European Leaders“ starten in dieser völlig neuen Besetzung ihre Europa-Tour.  Zwar spielt Marcotulli regelmäßig mit den einzelnen Quintettmitgliedern in diversen Projekten – ein Aufeinandertreffen dieser fünf Aushängeschilder der europäischen Jazz gab es bisher aber noch nie.
Marcotullis Sound ist sicherlich über ihre klassische Ausbildung zu definieren, aber bestimmt auch durch die Musik, mit der sie aufgewachsen ist und zu der nicht zuletzt Pink Floyd gehörte. Und mit ihrem Pink Floyd-Projekt, mit dem sie eine Synthese zwischen Musiken verschiedener Genres wagte und schaffte, dürfte sie den Grundstein für den Ruf gelegt haben, den sie sich in der Welt des Jazz erspielt hat. Mit von der Partie war und ist Andy Sheppard. Das Zusammenspiel zwischen Rita und Andy Sheppard wird als einfühlsames, farbenfrohes und filigranes Gespräch beschrieben, wie es nur zwischen Menschen möglich ist, die nicht nur im akustischen Sinn dieselbe Wellenlänge haben. Sheppard  ist ein Grenzgänger zwischen den Stilen. Er verbindet afrikanische, indische und südamerikanische Elemente zu einer Musik mit ganz eigenem Profil. Der warm timbrierten Klang seines Saxofons und seine lyrische Spielweise erreicht das Herz und die Sinne des Publikums.
Hinzu kommt die Queen of Percussion: Marylin Mazur, die ihr unkonventionelles Spiel, das keine Idiome und keine Beschränkungen kennt und nach ihrer eigenen Aussage besonders von Miles Davis' Musik der 60er/70er Jahre beeinflusst ist. Sie hat schon früh viele große Musiker zur Zusammenarbeit herausgefordert, unter ihnen - neben Miles Davis - Wayne Shorter, Gil Evans und Jan Garbarek. Mit Marilyn Mazur hat das Klischee von der verlorenen Frau am Schlagzeug wohl endgültig seine Berechtigung verloren.
Als vierten Musiker werden wir  Nguyen Lê bewundern dürfen, der ein Saitenzauberer besonderer Art ist. Spannend wird sicherlich sein, wie er mit einer von der  Klassik kommenden Jazzpianistin harmonieren wird.  Aber die beiden verstehen es, europäische Musiktradition und Harmonien aus dem fernen Osten miteinander zu verschmelzen, ihre unterschiedlichen Stilrichtungen und Traditionen zu einer Synthese ihrer Gegensätze - zu einem west-östlichen Divan - zu führen.
Am Bass steht Anders Jormin, der zu den herausragenden Kontrabassisten und Bandleadern der schwedischen Post-Bop-Szene zählt. Bekannt wurde er vor allem durch seine Mitgliedschaft in der Formation von Bobo Stenson, Joe Henderson, Don Cherry, Albert Mangelsdorff u.v.m. Daneben leitete Jormin verschiedene Solo-Projekte, mit denen er seit den 1980er Jahren zahlreiche Alben, unter anderem für das ECM-Label aufnahm. So entstand 1999 das Soloalbum "Xieyi", auf dem er sich von einem Blechbläserensemble begleiten ließ. Der Bassist arbeitete seit den 1990er Jahren regelmäßig mit ECM-Künstlern zusammen; so war er an Aufnahmen von Charles Lloyd (wie auf dessen Album Canto, 1996), von Tomasz Stanko (auf Liosia, 1996) sowie an Produktionen der Formation "Magnetic North" beteiligt. Außerdem ist er seit mehreren Jahren Mitglied des Bobo Stenson-Trios.


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