06. März 04, 20:30 Uhr, KKF
Matthias Daneck’s N.O.W.
Abendkasse: 7,50 €, ermäßigt 6 €  


Matthias Erlewein (sax, Köln),
Norbert Scholly (g, Köln),
Henning Sieverts (b, München) und
Matthias Daneck (dr, comp, Freiburg)

 


„ Die größte Torheit in der Welt, ist, dass man ehrt vor Weißheit Geld“. Sebastian Brants 1494 in Basel erschienene Moralsatire „Das Narrenschiff“, das menschliche Fehler und Schwächen als Narrheiten geißelt, scheint in der heutigen Zeit wieder aktuell. Warum also nicht Teile dieses mittelalterlichen Werkes vertonen, dachten sich die vier Musiker: Matthias Erlewein (sax, Köln), Norbert Scholly (g, Köln), Henning Sieverts (b, München) und Matthias Daneck (dr; comp., Freiburg) allesamt keine Unbekannten in der europäischen Jazzszene, wie diverse Auszeichnungen belegen. Sie spielen dabei Rollen, mit deren Hilfe sie die Verse auslegen und sie im Kontext des Jazz improvisatorisch lebendig werden lassen können. Einer der hervorragendsten Eigenschaften von Mathias Daneck’s N.O.W. ist die Fähigkeit der Instrumentalisten, sich trotz des arrangierten Notenmaterials Freiräume zu schaffen für Interaktion und Sponatnität. So entstehen immer wieder überraschende und ungeahnte Wendungen im Verlauf der Musik. Auch gerade deswegen erscheint Sebastian Brant’s „Narrenschiff“ als eine ideale Vorlage. Die Inhalte sollen aber nicht mit dem moralisierenden Zeigefinger vermittelt werden, sondern es werden Selbstreflektion, der Gedanke „Wir sitzen alle im selben Boot“, aber auch Schalk und Selbstironie im Vordergrund stehen.