Abendkasse: 7,50 €, ermäßigt 6 €
D0., 6. Mai 2004, 20:30 Uhr, KKF

Heemann/Wanning Quartett


Martin Heeman: Tenor-Saxophon
Hans Wanning: Piano
Michael Heise: E-Bass, Kontrabass
Dirk Schilgen: Drums

Das Heemann/Wanning Quartett:

Die Musik der Band bewegt sich durch unterschiedliche Stilarten, lässt aber jederzeit den ganz persönlichen Sound dieses Quartetts erkennen. Dabei entwickelt das Heemann/Wanning Quartett einen höchst aktuellen Modern Jazz.Von der wunderschönen Ballade über Acoustic Funk, bis hin zur Samba reicht die stilistische Bandbreite der Musik auf der 2003 erschienenen CD „November“, die jedoch niemals „überladen“ klingt.

Die wichtigsten Merkmale dieser Musik scheinen „Raum“ und „Weite“ zu sein, die Platz lassen für intensiven musikalischen Ausdruck und tiefgreifende Hörerfahrung.

Obwohl dies kein „Balladen-Album“ im engeren Sinne ist, stehen auf „November“ die leisen Töne klar im Vordergrund. Es handelt sich hier nicht um Aufnahmen, bei denen sich ein virtuoser Bandleader profilieren will, sondern um ein Album, dass durch intimes und höchst musikalisches Zusammenspiel der vier Musiker geprägt ist.

Dabei ist auch das europäische Element immer in der Musik zu hören. Nicht nur im „Lied für Franz S.“, der mit einem Augenzwinkern und verschmitztem Lächeln vorgetragenen Hommage an Franz Schubert, sondern generell in dem lyrischen Gesamtklang der Gruppe ist eine europäische Musikästhetik erkennbar.

Auf dem Album sind sieben Eigenkompositionen von Martin Heemann und Hans Wanning enthalten. Des weiteren drückt die Band zwei Standards ihren eigenen Stempel auf. Der Titel „November“ scheint Programm zu sein, für diese Aufnahmen, die von der Stimmung her wundervoll zur dunkleren Jahreszeit passen.

Die Bandmitglieder die in Nordrhein Westfalen u. Baden Württemberg wohnhaft sind, kennen sich aus gemeinsamen Studienjahren an der Musikhochschule Hilversum u. die daraus gemeinsame Zusammenarbeit in verschiedenen Bands.

Die Band:

Martin Heeman: Tenor-Saxophon

Durch seine kraftvolle und markante Spielweise ist Martin Heemann auf jeder Aufnahme wiederzuerkennen. Sein sehr persönlicher Sound verbindet soulorientierte Kraft mit Avantgarde und Weltmusik und bietet eine reiche Palette an harmonischen Überraschungen und melodischen Ideen. Martin Heeman hat sowohl klassisches Saxophon bei Werner Böckmann in Münster studiert, als auch Jazz bei Ferdinand Povel und Herman Schonderwolt am Konservatorium Hilversum. Desweiteren wurde er unterrichtet, von Jean-Marie Londeix und Eugene Rosseau. Er lebt in Datteln und arbeitete u.a. mit und für: Barbara Dennerlein, Christian Kappe/Florian Zenker 4tett, Monday Night Orchestra Ruhr; Kansas City Jazz Orchestra, Blue Nun Orchestra, Hans Steinmeier Jazz Orchester, die Städtischen Bühnen Münster und Hagen, Starlight Express, Rockorchester Ruhrgebeat und seine Fusion-Band Electric Brew.

Hans Wanning: Piano

Mit seinem harmonisch-vielschichtigen und höchst musikalischem Klavierspiel gehört Hans Wanning zu den gefragtesten Sidemen im Ruhrgebiet. Er lebt und arbeitet in Dortmund. Sein Studium in den Fächern Jazzklavier und klassische Komposition am Konservatorium Hilversum schloss er als Jahrgangsbester ab. Mit der Band Once In A Lifetime gewann er zweimal den European Jazz Contest in Brüssel. Bekannt ist er vor allem durch seine Arbeit mit Gilda Razani’s Subvision, der Rosani Reis Band, Tierra Latina, Geierabend und der Ethno-Jazz-Formation Bescay. Sein Projekt „Stardust & Memories“, bei dem er eigene Kompositionen für Jazz-Trio und Streichquartett präsentierte und hierfür mit dem Modern String Quartett zusammenarbeitete, sorgte unter anderem beim Swingbeats-Festival für Begeisterungsstürme. Neben seiner freischaffenden Tätigkeit ist er außerdem Dozent für Jazz-Piano an der Glen Buschmann Jazz-Akademie in Dortmund.

Michael Heise: E-Bass/K-Bass

Als vielbeschäftigter „Tieftöner“ ist Michael Heise sowohl am Kontrabass als auch am E-Bass in unterschiedlichen Projekten der Jazz-, Rock-, und Popszene tätig. Dabei begleitete er u. a. David Friedmann, Silvia Droste, die „Weather Girls“, Pete York, Nena, Edo Zanki, Jose Cortijo, MC Jazz, Matarenga, Helen Schneider, die Stuttgarter Philharmoniker, das Nationaltheater Mannheim, die Broadwayshows „Chicago“, „Miss Saigon“ und „Cats“, Roncalli‘s „Palais des Fous“ und die Rockmusicals „Hair“ und „Tanz der Vampire“ (Musik: Jim Steinmann, Regie: Roman Polanski).

Michael Heise hat ein abgeschlossenes Kontrabassstudium an der Jazzabteilung der Musikhochschule Köln und ist Endorser für Music Man Bässe, Ampeg Verstärker und Cocco Strings.

Dirk Schilgen: Schlagzeug

Als freischaffender Musiker und privater Schlagzeugdozent ist Dirik Schilgen vor allem im Rhein-Neckar-Main Gebiet tätig. Nach dem Studium der Jazz-und Popularmusik, das er 1991 abschloss, folgten zahlreiche Tourneen im In- und Ausland, die Dirik Schilgen mit Bands und Musikern zusammenführten, wie Florian Poser Group, Wolf Mayer Trio, Tobias Langguth Band, Nicole Metzger Quartet, Christian Eckert Quartet, Matarenga, Jazz  Fingers, People Time, Wayne Barlett, Annette Lowman, Bill Ramsey, Carolyn Breuer, Anke Helfrich, Phil Abraham, Martin Wind, Martin Müller, Jimmy Woode, Christoph Mudrich,  Jo Bartmes, Peter Reiter, Thomas Stabenow.

Neben intensiver Lehrtätigkeit bei unterschiedlichen Workshops ist Dirik Schilgen auch bei regelmäßigen Rundfunkproduktionen für den WDR mit „Schlag auf Schlag“ zu hören.

Martin Heeman: Tenor-Saxophon

Hans Wanning: Piano

Michael Heise: E-Bass, Kontrabass

Dirk Schilgen: Drums